Mit Sachspenden richtig helfen

Sachspenden, wie Kleidung oder Betten, sind für Betroffene, die alles verloren haben, meist eine sehr große Hilfe. Leider sind sie für die Spendenorganisationen gleichzeitig eine große Belastung. Kleiderspenden müssen zum Beispiel eingesammelt, gesichtet, sortiert, gegebenenfalls gereinigt, transportiert und dann auch noch an die Fluopfer verteilt werden. In einer Krisensituation ist das fast unmöglich, weil Transportkapazitäten vollständig gebunden sind. Gerade der Prozess des Sortierens braucht viele Helfer mit Erfahrung. Welches Kleidungsstück ist noch gut, welche Sachen sind sinnvoll? Nicht alle Spender denken mit und was will man schon mit einem Winterpullover bei 25 Grad? Auch Haushaltartikel wie Kochplatten, Wasserkocher, Herde, Kühlschränke oder Waschmaschinen müßten streng genommen erst technisch geprüft werden, bevor sie angenommen und verteilt werden können. In vielen Hochwasser-Orten besteht deswegen schon ein Spendenstop für Bekleidung.

Deshalb sind Geldspenden den Sachspenden vorzuziehen. Sie sind leicht zu transferieren und können flexibel vor Ort eingesetzt werden, um Dinge des dringenden täglichen Bedarfs zu kaufen. Etwa Lebensmittel oder Hygiene-Artikel. Denn viele Sachspenden sind weder vor Ort, noch in ausreichender Menge vorhanden, um mehrere hundert oder tausend Betroffene zu unterstützen.

Von Experten wird auch davor gewarnt private Transporte zu organisieren. Sowohl Serbien als auch Bosnien-Herzegowina gehören nicht zur EU und unterliegen damit Zollbestimmungen. Der Zoll verlangt eine Liste mit allen Inhalten eines Hilfstransports, sonst erteilt er keine Genehmigung. Sachspender sollten ihre Waren auch mit einem großen H" für Hilfsgut kennzeichnen. damit wird ein Mißbrauch zum Beispiel durch eventuellen Verkauf der Waren unterbunden.

Trotzdem haben einige Organisationen begonnen Sachspenden zu sammeln:

München, 21.-29. Mai Koch-Ebersperger-Stiftung

Wien, täglich 8-20 Uhr, Samariterbund Wien

Graz, täglich 8-18 Uhr, Caritas Steiermark

Gesucht werden dabei weniger Kleidung oder Lebensmittel sondern Werkzeuge, Putzmittel und Hygieneartikel: