Mit Sachspenden richtig helfen

Sachspenden, wie Kleidung oder Betten, sind für Betroffene, die alles verloren haben, meist eine sehr große Hilfe. Leider sind sie für die Spendenorganisationen gleichzeitig eine große Belastung. Kleiderspenden müssen zum Beispiel eingesammelt, gesichtet, sortiert, gegebenenfalls gereinigt, transportiert und dann auch noch an die Fluopfer verteilt werden. In einer Krisensituation ist das fast unmöglich, weil Transportkapazitäten vollständig gebunden sind.

Gerade der Prozess des Sortierens braucht viele Helfer mit Erfahrung. Welches Kleidungsstück ist noch gut, welche Sachen sind sinnvoll? Nicht alle Spender denken mit und was will man schon mit einem Winterpullover bei 25 Grad? Auch Haushaltartikel wie Kochplatten, Wasserkocher, Herde, Kühlschränke oder Waschmaschinen müßten streng genommen erst technisch geprüft werden, bevor sie angenommen und verteilt werden können. In vielen Hochwasser-Orten besteht deswegen schon ein Spendenstop für Sachspenden. Die Lager sind voll!.

Ein weiterer Aspekt kommt noch hinzu- Während der Corona-Pandemie wurden sehr viele Kleider gespendet. Die Lager sind voll, weil auch kaum Ausgaben organisiert werden konnten. Dazu kommen noch Spenden von Lockwdown-Ware durch den Handel. Es ist also genügend Kleidung da. Gebraucht werden eher Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Kinderspielzeug (nichts elektrisches!) und Werkzeug. Es empfiehlt sich vorab zu den Organsiationen Kontakt aufzunehmen.

Deshalb sind Geldspenden den Sachspenden vorzuziehen. Sie sind leicht zu transferieren und können flexibel vor Ort eingesetzt werden, um Dinge des dringenden täglichen Bedarfs zu kaufen. Etwa Lebensmittel oder Hygiene-Artikel. Denn viele Sachspenden sind weder vor Ort, noch in ausreichender Menge vorhanden, um mehrere hundert oder tausend Betroffene zu unterstützen.