Andauernde Regenfälle und heftige Unwetter haben in den letzten Tagen in Deutschland Zerstörung hinterlassen. Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sind seit Beginn der Extremwetterlage im Einsatz, um Hilfe zu leisten.

Andauernde Regenfälle und heftige Unwetter haben in den letzten Tagen in Deutschland Zerstörung hinterlassen. Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ sind seit Beginn der Extremwetterlage im Einsatz, um Hilfe zu leisten.

Die so genannten Blaulichtorganisationen im Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst, sind dabei prädestiniert für derartige Einsätze. Die Unterstützung der Helferinnen und Helfer reicht dabei von der medizinischen Versorgung und Betreuung Betroffener über Evakuierungen bis hin zur Verteilung von Lebensmitteln. Aktuell werden unter anderem Betreuungsplätze für die Menschen eingerichtet, deren Häuser nicht mehr existieren oder, die aktuell nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Darüber hinaus werden Bautrockner zur Verfügung gestellt, damit diese, sobald das Wasser zurückgeht, eingesetzt werden können.

Auch die Einsatzkräfte der Johanniter sind seit Tagen im Großeinsatz. Und das, obwohl sie selbst durch überflutete oder unerreichbare Dienststellen, Fahrzeughallen und Stromausfälle massiv von der Unwetterkatastrophe betroffen sind. Mehrere hundert Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen helfen im gesamten Katastrophengebiet. Besonders hart wurden die Regionen Hagen und Ahrweiler vom Unwetter getroffen. Dort sind die Johanniter mit der „Betreuungsplatz-Bereitschaft 500 NRW“ (72 Helfer und Helferinnen) und drei Patienten-Transport-Zügen aktiv. Außerdem wird ein geländegängiger Unimog im Rettungsdienst eingesetzt, um auch überflutete Straßen passieren zu können. Im Rhein-Ruhr-Gebiet ist eine Einsatzeinheit unter anderem für die Verpflegung der Hilfskräfte, zur Befüllung von Sandsäcken und in der Einrichtung einer Betreuungsstelle für evakuierte Anwohner engagiert.

„Schon jetzt sind die sichtbaren Schäden der Hochwasserkatastrophe immens und mit nichts zu vergleichen, was ich in Deutschland jemals gesehen habe.“

Manuela Rossbach
Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand „Aktion Deutschland Hilft“.

Die Arbeit ist auch für die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, die teilweise selbst vom Hochwasser betroffen sind, sehr belastend. Einsatzstellen sind nur schwierig zu erreichen, die Kommunikation ist abgeschnitten. Die zum Teil schwere körperliche Arbeit, Schlafmangel und die Witterungsbedingungen erschweren die Hilfeleistung zusätzlich. Hinzu kommt eine hohe psychische Belastung. Die Johanniter und der Malteser Hilfsdienst verpflegen und betreuen daher auch hunderte Einsatzkräfte, die in Dauereinsätzen helfen. Christian Mienert, Einheitsführer einer Verpflegungseinheit der Johanniter in Hagen erklärt: „Wir verpflegen täglich über 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bundeswehr, die hier in Hagen aktiv sind. Die Lage war anfangs hochdramatisch, denn die Menschen haben nicht erwartet, dass plötzlich Straßen zu reißenden Flüssen werden und sie abgeschnitten von jeglicher Versorgung sind.“ Mittlerweile entspannt sich die Lage etwas.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende

Aktionsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden
(10 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)
Stichwort: Hochwasser Deutschland
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Bilder: Aktion Deutschland hilft/Marc-Steffen Unger, Johanniter Unfallhilfe/Daniel Beykirch