Das Stadtarchiv von Leichlingen (NRW) stand komplett unter Wasser. Ein Notfallverbund verschiedener Archive will durch Gefriertrocknung die Geschichte der Stadt retten.

Die Archivalien des Stadtarchivs lagerten im Keller des Rathauses, der nach der Flut in der Innenstadt unter Wasser stand. Die Bestände waren mehrere Tage feuchter, schlammiger Umgebung ausgesetzt. Seit dem 26. Juli ist das Rathaus wieder vollständig begehbar. Am vergangenen Wochenende wurde in einer Großaktion der Keller soweit ausgeräumt, dass der Zugang zum Archiv gewährleistet ist. Seitdem geht es mit voller Kraft an die Rettung der Bestände. Ein Mammutprojekt, denn alle Archivalien müssen geborgen, dokumentiert, vorsortiert, gereinigt und für den Abtransport in eine Kühlhaus vorbereitet werden.

Um Zeit zu gewinnen, wird dort durch Schockfrostung das Schimmelwachstum gestoppt und die langsame Eiskristallbildung vermieden, die weitere Schädigung der Archivalien nach sich ziehen würden. Je nach Kapazität erfolgt dann sukzessive die Trocknung der Bestände mithilfe einer Gefriertrocknungsanlage. Wenn sowohl Archivalien als auch Rathauskeller wieder trocken und nutzbar sind, werden die Archivgüter zurück nach Leichlingen gebracht. Liegt eine starke Beschädigung vor, muss darüber entschieden werden, ob eine Restaurierung der betroffenen Unterlagen noch möglich ist.

Unterstützt wird das Stadtarchiv von einem bereits 2013 eingerichteten Notverbund von Archiven der Städte Leverkusen, Langenfeld und Monheim am Rhein.

Wer unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto der Bürgerstiftung Leichlingen mit dem Betreff Flutspenden Stadtarchiv Leichlingen überweisen.

Spenden Sie bitte auf folgendes Konto:

Bürgerstiftung Leichlingen
IBAN DE42 3705 0299 0370 5650 71
Kreissparkasse Köln
Betreff: Flutspenden Stadtarchiv Leichlingen

Bilder: Hans Braxmaier/pixabay, Stadt Leichlingen